2016: Saitensprünge einer Königin

Foto: Martin Pampuch

Die musikalische Begegnung von Orgel und Streichern stand im Mittelpunkt zweier Konzerte von Harmonia Unitatis in Dischingen und Dillingen. Die Palette reichte vom prachtvollen barocken Solokonzert bis hin zur experimentellen zeitgenössischen Klangpartitur. An der Königin der Instrumente saß mit Solveig Weigel nicht nur eine diplomierte Kirchenmusikerin, sondern auch eine langjährige Geigerin und Bratschistin von Harmonia Unitatis.

Termine

24.9.2016
Dischingen,
St. Johann Baptist

25.9.2016
Dillingen,
Katharinenkirche

Mitwirkende

Ensemble Harmonia Unitatis
Orgel: Solveig Weigel
Leitung: Björn Pampuch

Programm

MICHEL CORETTE (1707–1795)
Konzert für Orgel und Streicher op. 26 Nr. 1 G-Dur
Allegro – Gavota: Andante – Allegro

PHILIPP ORTMEIER (* 1978)
Ornamentum ort62 (Uraufführung)

CARL PHILIPP EMANUEL BACH (1714–1788)
Konzert für Orgel und Streicher G-Dur
Allegro di molto – Largo – Presto

THÉODORE DUBOIS (1837–1924)
Toccata aus 12 Pièces pour Orgue

EDVARD GRIEG (1843–1907)
Suite im alten Stil – Aus Holbergs Zeit
Praeludium: Allegro vivace – Sarabande: Andante – Gavotte et Musette: Allegretto – Air: Andante religioso – Rigaudon: Allegro con brio

Das Orchester begleitete mit Akkuratesse und spürbarer Leidenschaft Organistin Solveig Weigel, die mit großer musikalischer Verve zwei brillante Orgelkonzerte von Michel Corrette und C. P. E. Bach zu Gehör brachte. In den zusätzlichen Geigensoli des Corrette-Konzerts überzeugte Konzertmeisterin Judith Kestler mit großem Ton und spielerischer Leichtigkeit. […] Bemerkenswert war die Uraufführung eines Werkes für Streicher und Orgel: „Ornamentum“ des Passauer Komponisten Philipp Ortmeier (*1978). […] Das Publikum brachte deutlich zum Ausdruck, dass es von dem neuen Werk sehr angetan war, ebenso wie von der bekannten „Holberg Suite“ Edvard Griegs, mit der das Orchester das Programm beschloss. Das Ensemble konnte in den fünf Tanzsätzen seine Spielfreude und seine Fähigkeit zum großen elegischen Klang gleichermaßen ausleben.

(Bernd Gother, Augsburger Allgemeine vom 1. Oktober 2016)